Montag, 8. August 2011

Das Fazit

Das Fazit aus den beschriebenen Persönlichkeitsanteilen, vom Positivdenker bis zum Langweiler, die jeder von uns bis zu einem bestimmten Grade in sich trägt, zitiere ich Paul Wazlawick:

„Mehr von demselben bewirkt das Gegenteil von dem, was beabsichtigt war“.

Übertreibungen jeglicher Art bewirken niemals etwas Hilfreiches oder Konstruktives. Im Gegenteil, sie tragen ganz erheblich zu mehr Missverständnissen bei und lassen keine realistische Kommunikation, im Sinne vom Erkennen der Tatsachen, zu.

Immer ist Verdrängung im Spiel. Die Bandbreite reicht von Beschönigungen wie, „das wird schon wieder werden…“ oder „es ist doch alles in Ordnung….“bis hin zu fanatischen Behauptungen, die stets beinhalten, so und nicht anders ist es, alles andere ist zu verdammen.

Meistens werden positive aber auch negative Übertreibungen wie „das wird schon wieder werden, denk einfach an etwas Schönes, leg die schlimmen Gedanken einfach erst einmal weg….“ usw. oder auch Drohungen wie „wenn du dich nicht bald mal richtig anstrengst, dann sollst du mal sehen, was dann passiert“ eigentlich in „guter“ Absicht dahergesagt, trotzdem spürt der jeweilige Empfänger solcher Bemerkungen, dass es so eigentlich nicht sein kann.

Ängstliche, unselbständige Persönlichkeiten neigen tragischerweise dazu, solchen „Mist“ zu glauben. Sie wiegen sich dann in seliger Sicherheit oder bekommen Panik-Attacken. Auch wieder gleich zwei Übertreibungen!

Der Volksmund sagt: „Man muss den Tatsachen ins Auge blicken“. Stimmt! Wenn man das getan hat, zugegeben, was Mut erfordert, kommt relativ schnell die Lösung.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen